Nachlese Afrikanisches Konzert

Rappelvolle Kirche am 28.09.2013

„Cross Culture Flensburg hat eingeladen zum Afrikanischen Konzert und es fühlt sich gerade so an, als feierten wir heute Weihnachten.“ Überwältigt vom nicht abreißenden Besucheransturm, den es sonst nur zu Weihnachten gibt, zeigte sich Cross Culture Flensburg  bei der Begrüßungsansprache. Über 250 Besucher wollten sich von afrikanischen Klängen und Rhythmen in Bewegung bringen lassen und fanden zuletzt nur noch Plätze auf dem Boden oder in den Gängen der kleinen St. Gertrud Kirche. Zum Bersten voll war das Kirchenschiff.
Studierende und Dozenten des Studienganges „Energie- und Umweltmanagement in Entwicklungsländern“ und ihre Freunde waren von ihren  Flensburger Mentorenfamilien zu diesem Konzert ermutigt worden.

Die musikalische Reise durch Afrika – moderiert von Diana aus Kenia – begann im Westen in Nigeria in der Stammessprache Igbo. Mit dem ersten Solopart sang sich Chidi aus Nigeria in die Herzen der Zuhörer und spätestens als der Chor einsetzte, war allen klar, dies würde ein bewegender Abend werden.
Anschließend entführten Südafrikanische Rhythmen  in den Süden des Kontinentes. Über Kenia mit Stücken in Kishwahili ging die Reise mit dem Lied EYALAMA NOI NOI nach Uganda. In der Stammessprache der  Studentin Miria aus Uganda, sie ist eine Ateso, bedeutet es Danke schön.
Gleich eine ganze Familie aus Uganda präsentierte den  landestypischen Kiganda Tanz. John, indem er anschaulich erklärte, im Norden Afrikas tanze man führend mit den Schultern, im Süden von Afrika würde dagegen überwiegend mit den Beinen und Füßen gestampft. In der Mitte des Kontinents aber, also auch in seinem Heimatland Uganda, schwinge man die Hüften zu den Trommelrhythmen, was Noelin und  Debbie den Zuschauern dann begeisternd vorführten.
Es folgten afrikanische Trommelwirbel und Bodypercussion mit allen Besuchern, mal wurde im Duett oder im Terzett ( Michelle, Cynthia und Elizabeth, alle aus Kenia) gesungen, dann wieder im ganzen Chor. Es war ein abwechslungsreiches Programm, das die Zuhörer in Erstaunen versetzte. „Ich habe die Augen geschlossen und fühlte mich wie in Afrika.“ Treffender als diese Reaktion eines Zuhörers kann das Erlebnis des Konzertes nicht zusammengefasst werden. Danke für diesen tollen Abend!!!!

Viele neue, an dem Mentorenprogramm Interessierte konnten an diesem Abend gewonnen werden. Leicht könnte das Mentorenelternprogramm auch auf Studierende anderer Studiengänge erweitert werden. Das Interesse der Flensburger Familien ist immens groß. Es könnte sofort gestartet werden, nur fehlt es an einer Schnittstelle z.B. an der Universität, die die Kontaktaufnahme koordiniert. Aber das kostet Geld…

Aus dem Iran nach Flensburg

Erlebnisberichte eines iranischen Studenten und seiner Mentorenfamilie

 ‘’Especially, in first months you will feel alone! You only have contact with your lecturers and classmates. Of course you have not much problem in university but the problems begin when you are out of university! Where to go at weekends? How to find some new friends? Where to go for cheaper shopping? How to get informed about events and excursions? How to find out the way people live here? And so on…’’
This is a summary of answers of some of my friends which are studying outside my country in Germany, Canada and USA to the question: ‘What are the difficulties to study alone in a foreign country?’
So, I was prepared for the extreme situations in Flensburg. But, what I faced was a totally different thing. Somebody from my studyprogramme came after me in train station. I had shared flat reserved! In first morning that person took me to the city and showed me where to buy cheap stuffs and where to find some stuffs from my country! She showed me where the police station and hospital are, how to get buses and trains and introduced me to whole the city with a detailed map!
Our registration for resident permit was all organized. They set the appointment and I just got there at the time and signed! They showed us around the town hall and we know where to find everything for our future life in Flensburg.
And most amazingly, I was asked if I am interested in getting  introduced to a  German family. My studyprogramme offers families whom we call mentorfamilies, for everybody who is interested in meeting Germans. I was then introduced to and warmly welcomed by my new mentorfamily.
So, after ten wonderful days in Flensburg I knew: where to find what I needed, how to go to all parts of the city; I had already participated in two parties and I was living within Germans. And of course I had some good German friends; some students and some other ones at university and of course my mentor family on which I could count for everything. Just imagine how possibly I could have found a place to live, registered for resident permit, got an insurance and etc., without the guidance. Or how I could have had such unique experiences without my mentor family. Therefore, luckily I could never understand the first paragraph of this text.
Now, after nearly four months in Germany, with the help of my mentorfamily Dörte and Reinhold, I know how to cook some German foods, I have been in several beautiful places which I had no idea about their existence before., I experienced a dance festival with 50 other Germans, I watched a Handball match, I have been gotten many stuffs, I have been in two concerts, due to speaking with my mentorfamily my German is improved, etc. And most importantly I have never felt ALONE!


Thank you Dörte and Reinhold, my mentor family! Thank you Marion, one of the association members!

Juni 2013: Erfahrungen als Mentorenfamily

Im Sommer 2012 erfuhren wir auf dem Campusfest in Flensburg das erste Mal von dem Mentorenprojekt des Studiengangs Energy and Environmental Management in Developing Countries.
Wir waren sehr angetan und an diesem Tag auch besonders inspiriert durch die vielen bunten Angebote und Präsentationen der Studenten aus aller Welt (Essen, Musik, Tanz, Informationen über andere Kulturen).
Da wir beide pensionierte Lehrer sind und somit auch z.T. flexibler mit unserer Zeit umgehen können, dachten wir uns, dass eine Mentorenschaft doch eine tolle Möglichkeit wäre, Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen und ihnen unsere Kultur näher zu bringen.
Somit meldeten wir unser Interesse beim Projekt und Kathrina an.
Wir mussten noch ein wenig Geduld haben, denn die neuen Masterstudenten trafen erst im Januar 2013 in Flensburg ein. Dann bekamen wir die Nachricht, ob wir uns vorstellen könnten, einen Studenten aus dem Iran zu betreuen. Natürlich !!! Das passte gut, denn über die Flüchtlingsorganisation „lifeline“ (in Kiel) betreuen wir bereits einen jungen afghanischen Mann, der im Iran gelebt hat und Dari (persisch)spricht.
So trafen wir am 17.Januar 2013 das erste Mal Kayvan, einen offenen, sympathischen, strahlenden jungen Mann, den wir sofort in unser Herz geschlossen haben. Er konnte zunächst gar nicht verstehen, dass man sich für jemanden aus dem Iran interessieren kann; aber dieses Unverständnis wurde schnell ausgeräumt und wir sind alle glücklich, uns kennengelernt zu haben. Inzwischen ist auch seine Frau Mahsa in Flensburg eingetroffen und unsere kleine Mentorenfamilie damit noch gewachsen und bereichert.
Sofern es von beiden Seiten zeitlich passt, versuchen wir, Kayvan und nun auch Mahsa an möglichst vielen, für uns oft alltäglichen Dingen, teilhaben zu lassen. Dadurch bekommen aber auch wir wiederum einen neuen, anderen Blick auf unser Leben, unsere Kultur. Als wir z.B. nach unserem gemeinsamen Ausflug nach Langballigau (Maischolle satt – Kayvan hat tatsächlich noch eine dritte Scholle geschafft !) abends auf unserer Terrasse Eis aßen, stellte uns Kayvan die Frage, wie spät es wohl sei – wir anderen 3 waren uns ziemlich einig: 21.00 Uhr.
Nein, es war bereits 22 Uhr und noch sooo hell ! Etwas sehr Besonderes für die Beiden.
Als Kayvan gerade seinen Pass bekam, mit dem er auch in andere EU-Länder reisen darf, fuhr ich gleich mit ihm nach dem Stapellauf in Flensburg nach Dänemark, natürlich ging es nach Sönderhav – auch Hot-Dog-Hav genannt – zum Dot-Dog-Essen. Ich wollte ihm etwas Typisch- Dänisches zeigen. Doch dann erfuhr ich, dass es im Iran auch Hot-Dogs gibt, vielleicht sogar noch besser gewürzt ! :)))
Wir tauschen uns aber auch über „Gott und die Welt“ aus und führen viele interessante Gespräche – für uns alle eine große Bereicherung.
Wir hoffen, noch viele gemeinsame, spannende Dinge unternehmen zu können oder Feste zu feiern oder einfach nur den normalen Alltag gemeinsam zu erleben.
Danke Kayvan und Mahsa, ihr habt jetzt schon unser Leben bereichert!
Aber auch danke an Kathrina für dieses wunderbare Projekt, durch das wir auch andere Studenten mit ihren unterschiedlichen Kulturen und auch andere nette Mentorenfamilien aus Flensburg und Umgebung kennengelernt haben.
Juni 2013

Von Uganda nach Flensburg

Ein persönlicher Erlebnisbericht einer ugandischen Studentin

The Start
For some people starting a new life in a foreign place is an exciting venture yet for others fear of the unknown, anxiety, uncertainty that awaits result in mixed feelings. I think I lie in the latter group.  When I set off on this journey to pursue this degree, I was leaving the relatively familiar life in my country to venture in to the unknown here in Germany.
The Arrival
Travelling to Flensburg based on information received from Kathrina and SESAM management was an experience that required a positive attitude and trust that I would be met at the agreed locations or else all the confidence tucked up in the sober look would crumble and I would be overcome by fear. Once I was  in Hamburg, it was challenge to try to remember all the German language I had learnt in 3weeks so I could communicate and reach Flensburg safely. I remember how the word `entschuldigen` felt too long and I wasn’t sure that my pronunciation was correct. I needed this word to get help and directions. My limited or non-existing knowledge of German forced me to try to make myself understood in English, using sign language,  especially when trying to communicate with the bus driver from Hamburg to Neumünster. When I think of the whole experience now, I can only imagine the stress I must have put him through uuuuhmmm.
Anyway, I was in Flensburg on time, 3rd of January to be specific and was the first student in my lot to arrive. So I am at the Bahnhof, it’s a little dark outside a few people are seated while others quickly dash out getting taxis and off they went. No sign of someone to meet me and I start to panic, at the back of my mind am thinking Miria…….. relax it’s not a prank. After every passing minute, the sober attitude I had built through the journey was beginning to wane off. I stood, phased around and sat on the benches about 4 times before I decided that standing was a better option, no one around would see the fear in me.  
Well, after a few more minutes Kathrina arrives, booming with a smile as if she had met me before. She apologies for being a little late, before I could relax my forces we were moving out of the relatively warm Bahnhof to the outside. Huh, the combination of the winter cold hitting my face and my anxiety  must have prevented me from smiling at all, an impression which shocked Kathrina as I later learnt. She was used to relatively cheerful Africans, I was an exception…………., serious looking appearance which according to many, depicts me as scary and a no nonsense person… please may I point out that’s not true. Anyway Kathrina was the first recipient of that here in Deutschland.
We drive through Flensburg to the place I was to live with a flatmate who arrived a few days later. As I try to appreciate my surroundings, Kathrina tries to chat me up and my response  was a node or grunt a combination which is not so good for a first meeting. A good rest in a calm surrounding eventually saved my reputation, I actually turned out to be quite cheerful the following days.                                           

My classmates
Well it wasn’t long before all my classmates arrived, meeting them was another interesting experience since they each represented different cultures. My class as we later tagged it is a “sustainable” mix.  As we grew to know each other, it downed on us that we needed each other and would spend quite an amount of time together. I always say we are a class of actors and actresses because after a few weeks, walls were torn down and each of us became relaxed free and had a lot of fun. Always planning some mischief here and there and teasing each other, making short movies and dance videos and at times having really beefed-up arguments, some of which I believe may have given our lecturers something to laugh, discuss and smile about. As we build the global village, I can boldly say I now have 14 other network connections to different parts of the world through these unique and informed colleagues ………………

Mentor family
By the second week of my stay in Germany, Kathrina had informed us about the mentor family programme and asked if we were interested: Agreeing to this, at the back of my mind I knew it would take some time to set up a family for me and by that time I would be ready or rather prepared to meet them. Little did I know that I would be the first to get introduced to my mentor family. Panicking and anxious of what was expected of me as I met them, I unknowingly reclined, building my walls of reservation. This meant I only answered questions when Marion, my mentor Mum asked and quickly disappeared into the crowd since our first meeting was at Phänomenta. Karsten my mentor Dad came later and I was introduced to him. Our journey of learning from each other began, of course the first month was calm, I was still reserved and I think they kept imagining of how to reach out to me.Then came Easter and the whole celebration attached to it was really fun. I clearly remember having very interesting discussions with Karsten, Marion and other members of their family ranging from religion, politics, social life, corruption. It was quite eye opening.
Through the months we got to spend a lot of time together doing a lot of things ranging from museum visits, parties, site seeing, study excursion, choir practice the list is long. To cut a long story short I have learnt to be open minded, a little relaxed, abit more patient, more time conscious, a little bit more direct a character which wasn’t part of me before. The bond created between my mentor family and me will surely last. For they are not just a mentor family but friends whom I can relate to in different ways. I can boldly say both parties have learnt a lot from each other and the time spent together is memorable and priceless. I am also certain that most of the SESAM students who have had mentor families have something to tell about them. Most of the mentor families I have interacted with have offered guidance, help and their time to the students, acts which I consider selfless since all require spending of time together.
As I conclude this piece, I still have a lot to write and say about the mentor programme but as my professor always joked “it is hard to get a Ugandan to conclude or keep quite once they have started talking” so I choose to make him swallow his words by ending this piece.
Lastly, however, heheheheh (I know when he reads this he will laugh!!!!!) I would like to thank all the mentor families for spending time with us and being interested in learning from us. It takes a humble and open minded person to do that.
To SESAM students, being part of you makes me proud because you are all unique and you make SESAM “a hot cake” among other programmes. Thank you for all the variety of experience, culture and passion you bring from your countries.
To the SESAM management and lecturers who guide us and support the mentor family programme, thank you!!
To the person who is at times forgotten, KATHRINA SCHIPPER, thank you for all you have done so far through the mentor family programme and for other guidance, support and friendship you offer us.
As my friend from Namibia would say.
Till next issue, assuming there is continuity,
Auf Wiedertschüss

Miria

My home in colours

Jeder kann malen- Malaktion mit Studierenden und Mentorenfamilien

Mit Heimat werden unter anderem nicht nur Geräusche und Gerüche verbunden, sondern auch Farben und Formen.
Studierende aus Asien, Lateinamerika und Afrika des Studienganges „Energie und Umweltmanagement in Entwicklungsländern“ und deren Mentorenfamilien haben ihre Heimatvorstellungen in Farbe und Form ausgedrückt und zu Papier gebracht.
Die Malaktion ging auf eine Initiative von Sybille Woltersdorf zurück. Sie ist mit ihrer Familie die Mentorenfamilie für einen indonesischen Studenten.

KREATIV, KONZENTRIERT und KOMMUNIKATIV – dies sind die treffendsten Worte für den äußerst gelungenen Nachmittag.

KREATIV, weil zahlreiche, wirklich ausdrucksstarke Kunstwerke entstanden sind und so manch ein Teilnehmer seine eigene künstlerische Ader entdecken konnte.

KONZENTRIERT, weil alle Teilnehmer während der Schaffensphase so vertieft in ihre Arbeiten waren, dass  eine konzentrierte Stille herrschte.

KOMMUNIKATIV, weil auch an einigen Bildern gemeinsam gearbeitet wurde. So entstand unter anderem das deutsch – ugandische Gemeinschaftswerk „Der glückliche Elefant im Frühling“, wobei es in Deutschland keine einheimischen Elefanten gibt und in Uganda keinen Frühling …

Die bunten, beeindruckenden Bilder können im Modul 1 in der Roten Straße bestaunt werden.

Zur Vernissage am Donnerstag, dem 16. Mai von 19.00 bis 20.00 Uhr sind alle Interessierte herzlich eingeladen.

Weitere Öffnungszeiten:
17.05. 16.00 bis 17.30 Uhr
18.05. 12.30 bis 14.00 Uhr
21.05. 15.30 bis 17.00 Uhr
22.05. 15.00 bis 16.30 Uhr

Iran-Thema beim Stammtisch

Ein iranischer Student stellt sein Heimatland vor.
Seit er im verschneiten Deutschland studiert, sei er oft angesprochen worden, ob er in seinem Leben zuvor schon mal Schnee gesehen habe. In seinem Vortrag über den Iran beim Stammtischtreffen des Vereins Cross Culture Flensburg antwortete der iranische Student dann mit einem aktuellen Tagesfoto einer schneebedeckten Landschaft seiner Heimat und zeigte uns Skigebiete mit Sesselliften, Skihütten und europäisch gekleideten Freizeitsportlern seines Lndes. Danach entführte er uns über saftig grüne Dschungelgebiete bis an den mit 70,7 °C heißesten Ort der Welt in der Wüste, an dem selbst Viren und Bakterien keine Chance zum Überleben haben. Weiter ging es über antike Stätte des Hochkulturlandes Persien zum 700 Jahre alten Felsendorf Kandovan, das teilweise noch heute bewohnt wird.

Mit persönlichen Fotos gewährte er uns Einblicke in eine traditionelle Hochzeitszeremonie und erklärte uns die symbolischen Hochzeitsbeigaben, mit denen besondere Wünsche zum Ausdruck gebracht werden: z.B. rieselnder Zucker für ein unbeschwert süßes, Walnüsse für ein langes und Eier für ein fruchtbares Leben. 
Natürlich wurde auch auf die aktuellen Herausforderungen des Landes eingegangen. Iranisches Atomprogramm, politische Verhältnisse, Handelsembargo, Arbeitslosigkeit, Menschenrechte und dass alle Frauen, auch Besucherinnen des Landes, in der Öffentlichkeit sich verschleiert zeigen müssen.
Der Vortrag endete mit einem Foto des antiken Kyros Zylinders, einem Tonzylinder aus dem alten Babylon, in den schon vor 2500 Jahren Erlasse des Königs Kyros über Menschenrechte eingraviert wurden. 1971 wurde dieser Kyros-Zylinder von den Vereinten Nationen als „Erste Menschenrechtscharta“ bezeichnet und in alle offiziellen UN Sprachen übersetzt.
Was hat dieser interkulturelle Abend in mir bewirkt? Ich bin einem sehr offenen, sympathischen Iraner begegnet, habe viel Interessantes und für mich Neues über sein Heimatland erfahren, habe meine durch Medieneinflüsse geschürten Ängste abbauen können und sehe die Iranische Bevölkerung in einem anderen Licht – eben im Spannungsfeld zwischen Hochkultur und Interessen der politisch Mächtigen. Dieser Abend war ein Abend zur Völkerverständigung auf menschlicher Ebene.

Stapellauf am 08.02.2013

Stapellauf in Flensburg mit Mentorenfamilien und Studenten.

Es ist schon ein aufregendes Gefühl, wenn so ein riesiger Pott majestätisch ins Wasser gleitet.
Den folgenden Bericht über den Stapellauf hat Virginie aus Ruanda für uns geschrieben. Erst seit einem halben Jahr lernt sie Deutsch, seitdem ihr jüngstes Kind in den Kindergarten geht. Wieviel sie schon gelernt hat, zeigt dieser Text. Er ist im Original abgedruckt, nur kleinste Rechtschreibfehler wurden verbessert.

Der Stapellauf
Freitag, d. 08.02.2013 um 11 Uhr bin ich am Haupteingang der FSG. Dort treffe ich Marion, Leif und Jonna. Viele Leute sind schon da und mehr kommen noch. Wir warten zusammen auf Studenten, die noch im Bus sind. In meinem Leben habe ich nie einen Stapellauf gesehen. Ruanda ist ein „landlocked“ Land. Mir ist sehr kalt aber ich bin neugierig. Deswegen habe ich Mut.
Alle sind da und wir gehen in die Werkshalle. Dort steht ein riesiges Schiff. Mein erstes Mal, ein genauso grosses Schiff zu sehen. In mein Heimatland gibt es weder Meer noch große Seen. Bis diese Zeit habe ich nur kleine Schiffe, ca.2 bis 5m lang gesehen. Von hinten des Schiffes, kann man bis vorne nicht schauen. Ich habe hinten, vorne, in der Mitte, oben, unten,..das ganze Schiff beobachtet. Das Schiff ist zu gross und wenn man bis oben sehen will, tut mein Hals weh, so hoch ist es.
Ich bin sehr neugierig, fuer was noch kommt. Jetzt kommt die Hauptveranstaltung: die Schiffstaufe! Nach der Taufrede wird ein Champagner am Schiffsrumpf zerschlagt. Danach kommt die Namensgebung. Ein Tuch, der die Name des Schiffes versteckt, wird weggezogen. Die Name ist UN Istanbul.
In ein Augenblick rutscht das Schiff schnell ins Wasser. Ich bin ueberrascht! So schnell kann ein Schiff auf die Holz fahren! Aber der Rutsch war ganz toll! Toll zu sehen! Toll zu hoeren, echt toll. Ich war sehr froh und gluecklich. Ich konnte nicht verstehen, ob es eine Wirklichkeit ist oder ein Traum!
Im Wasser wird das Schiff zurueck in der Parkplatz geschleppt! Es sehr interessant und komisch, wie einen kleinen Schlepper so grosses Schiff ziehen kann.
Ich freue mich darueber! Ich finde das war auch eine gute Gelegenheit, deutsche Sprache zu lernen. In Veranstaltung wie das, lernt man nicht nur neue und richtige Woerter, sondern auch im richtigen Zusammenhang.
Vielen Danke fuer Marion, Kathrina und alle Gastfamlie fuer eure Unterstuetzung und Hilfe in meinem Alltagsleben.
Virginie

Die Neuen sind da!!!!

Der erste Stammtisch im Januar 2013

In regelmäßigen Abständen finden sogenannte „Stammtische“ statt.
An diesen Tagen treffen sich Mentoren und Studenten zum Austausch und auch gemeinsamen Aktivitäten, wie z.Bsp. BBQ !
Die Mentoren können etwas über Deutschland berichten und die Studenten erzählen aus ihren Ländern! Kulturaustausch pur!! Interessierte Flensburger sind immer herzlich willkommen.
 
Der letzte Stammtisch wurde für das erste Kennenlernen von Mentorenfamilien und ihren frisch in Deutschland angekommenen Studenten genutzt. Dies ist für alle natürlich recht aufregend!! Einzelne Mentorenfamilien haben sich vorgestellt und jeder neue Student hat sein Land auf einer Weltkarte gezeigt und präsentiert. Mit einem Fähnchenspiel wurden dann auch die Länderkenntnisse der Mentoren herausgefordert.
 
An diesen Abenden kann man in gelockerter Atmosphäre mit Tee und Knabberkram alle kennenlernen und vielleicht schon die nächsten Aktivitäten planen!
Der nächste Stammtisch findet übrigens am 07.03.2013  um 19.00 Uhr im Aktivitätshuset statt – genauere Infos folgen!

Internationale Schneeballschlacht

Die internationale Schneeballschlacht am 19.1.2013 im Christiansenpark als Film.

Schneevergnügen im Christiansenpark


Amazing!!!! Incredible!!!! It’s fun!!!!! Toll!!!! Ich kann dich gar nicht genug danken!!!! Great!!!!“, wahre Begeisterungsstürme schallten am Sonntag durch den Christiansenpark.
Mentorenfamilien hatten zum Schlittenfahren eingeladen und alle neuen Studenten kamen. Warm eingepackt in Mützen, Schals, Handschuhen und alten Jacken und Hosen der Mentoreneltern stürzten sie sich in das Rodelvergnügen. Ob Schlitten, Porutscher oder Plastikschale jeder fahrbare Untersatz wurde ausprobiert. Die zunächst noch vorsichtigen Fahrten wurden mit der Zeit immer rasanter und mutiger. Angesteckt von so viel Lust und Freude, stürzte sich auch manch ein Mentorvater bäuchlings auf dem Schlitten  die Hügel hinab.
Seit knapp  drei Wochen sind die neuen Studierenden aus Asien, Afrika und Lateinamerika erst in Flensburg und mit solch einem sportlichen Gemeinschaftserlebnis hatte keiner gerechnet. “ I’ve never done something like this before,“ sagte ein Student aus Ghana- naja, Schnee gibt es wohl eher selten in Ghana …
Wie neu und fremd eine Schneelandschaft für die Studierenden ist, zeigt die Verwunderung eines mexikanischen Seniorstudenten beim Anflug über das weiß verschneite Deutschland im letzten Januar:“ Oh, so viele Baumwollfelder gibt es in Deutschland???“
Zum Abschluss des ausgelassenen Nachmittages gab es noch eine deftige Schneeballschlacht.

Pumpkin Soup and Woollycrafts Evening

Im Oktober trafen sich  Mentorenfamilien und Studierende zu einem gemütlichen Herbstnachmittag.
Gemeinsam wurde Kaffee getrunken, geschnackt, gelacht, gebastelt und mit Wolle gefilzt. Es entstanden kreativ gestaltete Blumen, Bälle und Armbänder aus Wolle und Windlichte aus Kürbissen.
Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt der Schauspielerin Irmgard Wempner, die lebhaft zwei Herbstgedichte auf Deutsch und Plattdeutsch zum Besten gab.
Jung und Alt, Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen waren den ganzen Nachmittag gemeinsam fröhlich und in Aktion. Eine Gruppe zauberte eine köstliche Kürbissuppe, die sich alle zum Abschluss schmecken ließen. Alle haben das Miteinander genossen. Nachahmung empfohlen!

Marion